Leukose (FeLV)
Die Infektion der Leukose besteht durch die Anhaftung des FeLV an die Zelloberfläche. Danach dringt das Virus durch die Zellpberfläche ins innere der Zelle und stößt einen Stoff (RNS) aus. Danach wird eine Kpie der DNS des Virus gebildet und in die Erbinformationen der infizierten Zelle eingebaut. Das heißt, daß die katzeneigene Zelle jetzt Viren produziert.
Diese Viren werden nun unter anderem mit dem Speichel ausgeschieden. Daraus ergibt sich, dass eine Ansteckung erfolgt über:
- Speichel
- allen Körperflüssigkeiten
- durch die Muttermilch
- über Bisse
- durch Belecken
Bildet sich keine Immunität aus, ist die Folge, dass sich eine fortschreitende Infektion ausbreitet und es werden zahlreiche Organe befallen. Besonders betroffen sind die Drüsen, Speichel-, Tränen- und Duftdrüsen. Die Viren werden jetzt ausgeschieden. Die Viren wandern aber auch ins Knochenmark und in die inneren Organe, wo sie sich stark vermehren. Es entsteht z. B. eine Leber-, Nieren- und Milzschwellung. Diese Vergrößerungen läßt sich im Röntgenbild nachweisen. Deswegen sollte man beim Tierarzt immer darauf bestehen, vor einer Behandlung auf Leukoseverdacht eine Röntgenaufnahme des Tieres zu machen. Im Knochenmark kann sich das Virus abkapseln und im Blut dann nichtmehr nachweisbar sein. Hier kann es über Jahre, ohe Symptome zu machen, ruhen.
Unter geeigneten Bedingungen wie Schwächung der Katze bei z. B. Vermehrung oder bei Streß, bricht es durch, macht dan vielseitige Symptome ist ist wieder hoch infektiös.
Unter geeigneten Bedingungen wie Schwächung der Katze bei z. B. Vermehrung oder bei Streß, bricht es durch, macht dan vielseitige Symptome ist ist wieder hoch infektiös.
Das Virus erhält 3 Antigruppen
- p 15 (Protein mit 15 000 Dalton)
- die Hüllenantigene besten aus Gp 70 (Glycoprotein mit einem Molekulargewicht von 70 000 Dalton) - Anhand der Gp 70 kann das Virus in die Subgruppen A, B und C unterteilt werden. Antikörper gegen Gp 70 inaktivieren das Virus.
- Die vier inneren Antigene sind Proteine
1. Die klinisch stumme entzündliche wuchernde Infektion
2. FOCMA-Antikörper-positive Katzen
3. FeLV unterstützte Krankheiten
- degenerative Krankheiten: Abbau der Thymusdrüse, Blutarmut, Vermehrung der weißen Blutkörperchen, Gerinnungsstörungen, Veränderungen der Lamphbahnen und der Kymphknoten, Harnwegserkrankungen
- Schwächung des Immunsystems: Selbstzerstörung der roten Blutkörperchen und damit verbunden eine Blutarmut, Zerstörung der Substanzen, die für die Blutgerinnung von Wichtigkeit sind, Nierenentzündungen.
- Neurologische Erscheinungsbilder: Lähmungen, Lichtscheuheit, Angstzustände, Schluckbeschwerden
- Unspezifische chronische Krankheiten: Zahnfleischentzündungen, Schnupfen, Husten, Lungenentzündungen, Verdauungsstörungen, Mattigkeit, Abmagerung, evtl. Fieber
4. Tumorkrankheiten
Entdeckt man rechtzeitig die FeLV - Infektion dann kann mit speziellen Therapien gute Erfolge erziehlt werden. Eine dieser Therapien wurde an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität München von Prof. Anton Mayr entwickelt und Fr. Dr. Diana Hörber aus Dinkelbrühl schrieb ihre Doktorarbeit darüber. Sie testete in ihrer Kleintierpraxis 489 Katzen an Leukose, 133 Tiere waren FeLV positiv, das sind etwa 19 %. Von diesen 133 Katzen machten 47 einen völlig gesunden Eindruck. 86 Tiere zeigten unterschiedlich schwere Krankheitsanzeichen. Gleichzeitig stelte die Tierärztin fest, das 95% der gesunden Katzen regelmässig geimpft wurden und nur 14% unter Wurmbefall litten. Bei den Leukose Katzen hingegen war über die Hälfte verwurmt und nur 17% wurden regelmässig geimpft. Dieses scheint auch ein Hinweis darauf zu sein, dass Tiere, die regelmäßig entwurmt und gegen Katzenschnupfe, Katzenseuche und Tollwut geimpft werden, weniger anfällig für eine Leukoseinfektion sind.
Leukosebehandlung
- Tierärztliche Untersuchung - Impfungen: Katzenschnupfen, Katzenseuche, ggf Tollwut
- 4 Wochen Pause, damit das Tier Antikörper bilden kann. Wichtig ist eine gesunde ausgewogene Ernährung und eine streßfreie Haltung
- Entwurmung, Evtl. andere Krankheiten behandeln lassen (z. B. Zahnfleischentzündung, Bindehautentzündung. Bei Befall mit Ektoparasiten: Bekämpfung
- 3 Wochen Pause
- Die klinisch gesunde Katze erhält nun:
- Woche 1: am ersten und am dritten Tag eine Injektion Baypamun (z. B. Montag & Donnerstag)
- Woche 2: Eine Injektion Baypamun (Donnerstag)
- Woche 3: Eine Injektion Baypamun (Donnerstag)
- Woche 4: Eine Injektion Baypamun (Donnerstag)
- Woche 5: Eine Injektion Baypamun (Donnerstag)
- Woche 6: Leukose Test

